11 Februar 2020

Februar 2020 - ich melde mich zurück!

Früher dachte ich immer, dass ich mir diese eine Nische suchen muss, dass ich doch viel zu viele Interessen habe und es eine Schwäche ist, dass ich mich auf nichts "so richtig" konzentriere. Heute freue ich mich, dass ich eine Vielzahl an WUNDERSACHEN mag und mache.
Hier auf meinem Blog schreibe ich über kleine und große Dinge, die ich mag, die mich bewegen und vielleicht auch nachdenklich machen. Eine bunte Mischung aus Bücherliebe, Kreativität, Organisation und einfach dem Leben
Und da sind wir auch schon beim Thema. Hier war lange Stille und nun habe ich nach einiger Zeit wieder Lust zu schreiben. Während Blogs allgemein zunehmend auszusterben scheinen, gibt es bei mir immer noch einige Favoriten, die ich zum Teil schon seit Jahren lese (ich habe sie euch bei "Über diesen Blog" verlinkt). Von Zeit zu Zeit spüre ich dieses Kribbeln in Fingern und im Herzen, dass ich wieder schreiben möchte. Worte, die mehr als kurze Bildunterschriften bei Instagram sind. Gedanken, die ich teile, weil ich es möchte. Und auch, wenn es mir teilweise noch immer schwer fällt, den Gedanken abzuwerfen, was dann alles von mir im Internet zu finden ist, gibt es andere Gedanken, die genau dafür sprechen, unsere Geschichte zu erzählen. Oft ist unter meinen Blogbeiträgen ein echter Austausch entstanden, ich habe Menschen durch das Bloggen kennengelernt, die bis heute wichtig für mich sind. Ich glaube, dass ich viel zu sagen habe, womit ich manchmal auch anderen helfen kann. Und mit all diesen Gedanken im Kopf geht es hier heute also weiter. Es ist Februar 2020 und ich bin wieder zurück!
Ehe für alle?
Den letzten "richtigen" Beitrag habe ich am 15.August 2017 geschrieben, nur wenige Tage vor unserer Hochzeit Lebenspartner-schaftseintragung von "Lebenspartnerin 1" (Frau) und "Lebenspartnerin 2" (mir). Wenige Monate später ließen wir, übrigens am 50.Geburtstag meiner Mama, diese in eine Ehe umschreiben. Was viele an dieser Stelle und über zwei Jahre später nicht ahnen: "Ehe für alle" bedeutet in diesem Fall zwar der Überbegriff Ehe, aber trotzdem muss meine Frau unser gemeinsam gewünschtes und geplantes Kind nach der Geburt noch Adoptieren. Wäre J. ein Mann, dann wäre es automatisch ihr Kind, unabhängig davon, ob ich fremdgegangen oder das Kind durch eine Samenspende entstanden wäre. Findet den Fehler! Wer hiergegen gern die Stimme erheben möchte, kann das unter diesem Link zum Ausdruck bringen.

Wenn (Latzhosen)Träume wahr werden
Einige von euch können sich vielleicht noch daran erinnern, dass ich mal einen Artikel auf einem anderem Blog geschrieben  habe, in dem ich erklärte, dass ich später, wenn ich mal schwanger bin, eine Latzhose tragen möchte. Das habe ich mir schon vor so vielen Jahren vorgenommen, lange bevor ich wusste, wie mein Leben sich entwickeln würde. Und wie es sich entwickelt hat! Denn vor vielen, vielen Jahren, da warst da plötzlich Du. Du bist eher ein Mensch für die kleinen Buchstaben, statt mit großen Buchstaben in die Welt zu brüllen. Du machst mich still und lässt mich ruhig werden, wo ich sonst zunehmend durcheinander bin. Und während ich bei dir bin, werden die großen Buchstaben, die schnell und ratternd durch meinen Kopf rasen, zu kleinen und langsamen Buchstaben und in mir wird es mit einem Mal ganz, ganz ruhig. Und mit dieser Ruhe startete irgendwann im Frühjahr 2019 das Konkretisieren unseres Kinderwunsches. Ein paar Jahre davor hatten wir überhaupt keine Ahnung, welche Möglichkeiten uns blieben und doch war es dann soweit, wir hatten etliche Termine und Untersuchungen, machten Pläne und schneller als gedacht war der Tag da, Versuch #1, große Hoffnung und dann doch ziemliche Enttäuschung - ach, waren wir doch naiv zu denken, dass es sofort klappen würde. Heute würde ich da anders rangehen und doch hatten wir riesiges Glück als wir nach Versuch #3, vielen Kilometern (Kinderwunschklinik über 200km entfernt!)  und aufregenden Monaten später, auf unserem Badezimmerteppich standen und den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielten - ein unglaublich toller Moment. Seitdem sind viele Monate vergangen und es geht mir und uns wunderbar. Wir genießen viel mehr Ruhe, Zeit, nehmen uns zurück, machen Pläne und uns natürlich auch Gedanken. Die Vorfreude wächst, Ängste ploppen von Zeit zu Zeit auf, aber so ist es einfach - dieses Leben. Die Latzhose am Körper und mit ganz viel Liebe im Herzen schreibe ich endlich wieder.

Sicherlich wird dies hier kein Mami-Blog. Aber an der ein oder anderen Stelle gibt es Dinge, die es wert sind, berichtet zu werden oder auch Dinge, die ich loswerden mag, bevor ich im Dschungel von Tipps und Tricks, die gar nicht immer so sehr helfen, den Überblick verliere. Die nächsten Monate werden aufregend und ich freue mich, wenn ihr Lust habt, mich dabei zu begleiten. Was würdet ihr gerne von mir lesen? Gibt es Dinge, die ihr wissen möchtet? Schreibt mir gerne einen Kommentar oder auch supergerne eine Mail.

Ist denn noch jemand hier?

Herzliche Grüße und schön, dass ihr da seid!
Lisa

15 August 2017

Mit großen Augen und klopfendem Herzen

Schon als ganz junger Mensch haben viele eine Vorstellung davon im Kopf, wie die Dinge im eigenen Leben mal zu laufen haben. Ich selbst hatte mit meinen Eltern immer ein wunderbares Bild vor Augen, wie ich später sein möchte, habe als Kind immer gesagt, dass ich im gleichen Alter wie meine Mutter das erste Kind haben und einfach glücklich sein möchte. In meinem jetzigen Alter hatte meine Mama schon zwei Kinder und dass ich heute noch keine habe ist mehr als okay. Ich wusste früher so vieles nicht. Am wenigsten wusste ich, dass der Mensch, den ich (ein paar Jahre älter als meine Mama es damals war) heiraten würde, eine Frau ist und dass es nicht unbedingt immer einfach werden würde, bis ich diesen Weg gehe. Aber ich gehe ihn. Ich werde ihn gehen. Und heute, vier Tage vor dem "Tag der Tage", blicke ich mit großen Augen und klopfendem Herzen in eine Zukunft, die sich eigentlich wenig von meinem Leben in den letzten Jahren unterscheiden wird, aber es doch irgendwie tut. Es ist gefestigter. Wir feiern das, was wir jahrelang nicht ausgesprochen haben, mit all unseren Lieben und das ist schöner als alles, was ich mir vorstellen könnte.Und doch fühlt sich alles noch ganz weit weg an. Gleichzeitig möchte ich weglaufen, weil ich aufgeregt bin und hinlaufen, weil ich es kaum erwarten kann, die Frau, die schon seit so vielen Jahren an meiner Seite ist, zu meiner Frau zu machen. Wow.
Danke noch einmal an Janis Jean für das wunderschöne Foto von uns!

01 August 2017

"Fürchte dich nicht vor Veränderung, fürchte dich vor dem Stillstand"

Ach Lisa Plenske, was hast du mir damals im Jahr 2005 beim abendlichen "Verliebt in Berlin"-gucken mit diesen Worten immer wieder geholfen. Und nun sehe ich mich hier, fast 12,5 Jahre später und werfe alles über den Haufen. Ich war schon lange unzufrieden mit meinem Blog. Dann hat die Datenbank, in die ich seit Anfang meiner Internetzeit circa im Jahr 2006 Fotos hochlade ein System eingeführt, wo ich gezwungen werde zu zahlen, falls ich die Bilder auf anderen Seiten anbinden möchte und seitdem waren alle (!) Bilder, die ich auf dem Blog eingebunden habe, nicht mehr zu sehen.Vielleicht ein Zeichen, denn spätestens jetzt musste ich überdenken, ob ich weiter bloggen will oder eben nicht. Ich mache mir gerade viele Gedanken darüber, wie es hier weitergehen soll. Seid ihr denn noch da? Herzliche Grüße <3

02 Februar 2017

Sechs Frauen


Manchmal, nur ganz selten, da denke ich an die Frau im Park. An die Dame mit den orangenen Stoffschuhen mit weißen Schnürsenkeln, die jede Woche Dienstag und Donnerstag auf der Bank im Park saß. Ich denke an die Frau, die mir auch heute, etwa 20 Jahre später, noch immer in den Sinn kommt und die bestimmt schon nicht mehr lebt. Aber eines das ist vielleicht geblieben von damals, als ich mit der Frau ins Gespräch kam: Samy. Denn jeden Dienstag und jeden Donnerstag, da saß die Frau zwar allein auf der Bank, aber sie war nicht allein. Vor ihr auf der Wiese krabbelte eine wunderschöne Landschildkröte, die seit diesem Moment in mein Herz gekommen ist und somit Schildkröten eines meiner liebsten Tiere geworden sind. Die Frau hat mir so viel erzählt, mir über Tiere beigebracht. 

Ein anderes Mal dann, erinnere ich mich an die Frau in meiner zweiten Heimat, die ich kennenlernte, weil mein kleiner und doch so großer Bruder und ich so neugierig waren und kurzerhand vor dem Wohnwagen einer völlig fremden Frau haltmachten und von dem Tag an drei Wochen lang jeden Tag dorthin zu Besuch gingen. Sie erzählte mir aus ihrem Leben und ihr Mann, der leider sehr krank war, lag im Wohnwagen und hustete manchmal sehr stark. Völlig absurd, dass man in drei Wochen eine Art Oma-Enkel-Beziehung aufbauen kann. Umso trauriger waren wir, als sie eines Tages abreisten. Und eine Sache, die mir bis heute immer wieder in den Kopf gerät ist, dass die Frau, deren Namen ich heute nicht mehr weiß, ganz andere Haare hatte, denn sie hatte sich für die Heimreise zurecht gemacht. „Im Urlaub da ist man einfach nicht so gestylt, wie Zuhause.“ - damals habe ich das nicht verstanden und heute weiß ich es ganz genau, was sie damit meinte. 


"...die Gewissheit, dass wir uns immer haben und ich da sein kann."

Wenn ich mich umsehe, dann sehe ich meine Oma, in deren Haus ich seit eineinhalb Jahren mit meiner Freundin lebe und das war eine der besten Entscheidungen überhaupt. Natürlich ist es nicht immer einfach und es bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen, mal für vergessene Einkaufe einzuspringen, den abendlichen Hundespaziergang zu machen, wenn die omalichen Knochen doch mal zu müde sind, aber im Umkehrschluss bedeutet es auch nach Hause kommen und den Duft von Plätzchen im Treppenhaus, ein zubereiteter Salat zum Mithochnehmen auf der Treppe, abendliche Gespräche bei einem Gläschen Wein und die Gewissheit, dass wir uns immer haben und ich da sein kann. Ich kann es mir nicht vorstellen, wie es sein muss, wenn man den einen Menschen nach über 50 Jahren Ehe verliert. Ich kann nur sagen, wie sehr ich bewundere, wie sie ihr neues, ganz anderes Leben, seit ein paar Jahren so meistert.       

Weiterhin gibt es meine andere Oma, die es wirklich nicht leicht hat und es niemals hatte und ich kenne keine Frau (und auch keinen Mann), der so stark ist, wie sie. Ich bewundere ihren Kampfgeist und ihr Durchhaltevermögen. Sie stand und steht für Dinge und Entscheidungen ein und sie weiß einfach alles. Vielleicht sollte ich hierzu sagen, dass sie erst Mitte 60 ist. Besonders zu Abiturzeiten hat sie mir viel geholfen und mich mit Gesprächen immer wieder auf gute Gedanken gebracht. Während die Einstellung meiner Eltern und die meiner Oma so weit auseinander gehen, habe ich immer wieder festgestellt, dass wir sehr ähnlich denken und das Gefühl ist unbeschreiblich schön!

Ohne jeden Zweifel kann ich sagen, dass meine Mama und ich ein super Verhältnis haben und alles miteinander teilen. Das war bei weitem nicht immer so, weil ich über einiges aus meinem Leben einfach geschwiegen habe. Mittlerweile weiß sie alles von mir und wir teilen unseren Alltag miteinander, hören (schreibend oder telefonisch) nahezu täglich voneinander und verstehen uns einfach richtig gut. Meine Mama hat es nicht immer einfach gehabt und hatte alles andere als eine glückliche Familie. Vielleicht hat sie sich gesagt, dass sie es besser macht. Nämlich das, was sie geschaffen hat, ist eine tolle Familie und ein Heim.

Und dann bist da du. Eine (und in nicht einmal mehr 7 Monaten „meine“) wunderbare Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und schon viel früher viel selbstständiger war, als ich es wahrscheinlich je sein werde. Du regelst alles und bist mein Fels in der Brandung, (m)ein Anker in diesem schnelllebigen Leben.

Es ist wunderbar sich manchmal zurückzulehnen und Menschen, die einem begegnen genauer zu betrachten und das, was sie für uns tun oder auslösen wertzuschätzen. Was meint ihr?

30 Januar 2017

Tischdeko: Frühstücksfreuden

Für ein schönes Frühstück am Sonntag mit lieben Freunden darf ab und an auch die passende Tischdeko nicht fehlen. Statt mit Vasen, Servietten und Kerzen zu schmücken, habe ich am letzten Wochenende eine eigene "Tischdecke" gebastelt.

Materialien

Alles was ihr dafür braucht ist:
- Packpapier (gibt es zum Beispiel bei der Post)
- Stifte (ich habe den Tombow Fudenosuke benutzt. Für alles bunte habe ich die Stifte der Reihe Edding 1200 benutzt. Die Edding-Stifte habe ich mal in einer großen Metallbox bei TK Maxx gefunden und die Tombows vor kurzem beim Bastelladen Idee entdeckt.)

Eine ganz einfache und doch ziemlich wirkungsvolle Idee.
Wenn man mal von der Papierverschwendung absieht, finde ich diese Idee wirklich wunderbar und super einfach. Was meint ihr? Einen guten Start in die neue Woche, Clara

19 Oktober 2016

So geht Liebe von Katie Cotugno

Es ist Buchmessezeit! Und ich habe in den letzten zwei Monaten trotz Arbeit so viel gelesen, dass es jetzt endlich Zeit für eine neue Rezension wird. Schon in der ersten Auflage als gebundenes Buch ist mir das Buch "So geht Liebe" von Katie Cotugno ins Auge gestochen. Damals hatte ich allerdings so viel zu Lesen, dasses vorerst nicht auf meinem SuB landete und ich es aus den Augen verlor. Mitte des Jahres gab es dann eine Verlagsmail vom Heyne Verlag und ich hatte die Gelegenheit ein Rezensions-exemplar zu erhalten. Dementsprechend las ich es dann im September.

Worum geht es da denn eigentlich?
Die heute 19-jährige Reena war vor zwei Jahren mit Sawyer zusammen, einem Jungen, für den sie schon lange geschwärmt hat. Damals ist er ohne ein weiteres Wort verschwunden und hat Reena zurück gelassen, schwanger. Zwei Jahre später, jetzt mit 19 und Mutter einer zweijährigen Tochter trifft Reena Sawyer wieder. Was hat dazu geführt, dass er verschwand? Haben die beiden vielleicht noch eine Chance?

Meine Bewertung
Der Schreibstil von Katie Cotugno war für mich zeitweilig etwas schwierig. Als Leserin wechsle ich die Perspektiven zwischen heute und vor zwei Jahren und musste mich beim Lesen oft fragen, ob ich mich jetzt in der Gegenwart oder Vergangenheit befinde. Deshalb gibt es auch einen halben Stern Abzug.Ansonsten war ich sehr schnell in der Geschichte gefangen, das Buch beginnt direkt so sehr in der Handlung, dass ich mich fragte, ob es ein Fortsetzungsband sei, ist es aber nicht und dieser lebhafte Einstieg erleichterte mir das Lesen sehr!

Insgesamt eine gute Story über Liebe, über Erwachsenwerden, über Verlassensein, Mut und Veränderungen. Insgesamt 4,5 von 5 Sterne.