16 Juli 2015

Filmrezension: DUFF - Hast du keine, bist du eine.

© cinemaxx.de
Handlung: Wir befinden uns zu Beginn von "DUFF" auf den Fluren einer Highschool und zwar genau so, wie es uns in sämtlichen Highschool Filmen suggeriert wird. Es gibt hier die Nerds, die Schlauen, die Sportler, die Tussis und weitere, die im alltäglichen Leben miteinander zur Schule gehen und irgendwie auch zurecht kommen müssen. Jeder, der American Pie, Highschool Musical,  17 Again oder auch Serien wie Glee oder Pretty Little Liars kennt, weiß von was ich hier schreibe. Mittendrin in diesem Wahnsinn, kurz vor Ende des letzten Highschooljahres, befindet sich Bianca (Mae Whitman), die mit ihren Freundinnen Casey und Jess zu den beliebten, aber wirklich netten, Mädchen der Schule gehört. Aber tut sie das überhaupt? Auf einer Party macht ihr Nachbar Wesley (Robbie Amen) , den sie seit ihrer Kindheit kennt, ihr klar, dass sie die "DUFF" (designated ugly fat friend") unter ihren Freundinnen ist - die, über die man an die heißeren ran kommt und die es doch in fast jeder Gruppe gibt. Davon hat sie zwar noch nie zuvor gehört, aber diese Aussage macht Bianca klar, dass daran tatsächlich etwas dran sein könnte. Schluss damit! Sie beschließt von nun an in niemandes Schatten mehr zu stehen und von nun an selbst in Erscheinung zu treten, um ihren Schwarm Toby für sich zu gewinnen.  Und das beste ist, dass ihr Nachbar Wesley sich dazu bereit erklärt, ihr dabei zu helfen, wenn Bianca ihm im Gegenzug hilft, seine Prüfung zu bestehen. Intrigen kommen im Film natürlich auch nicht zu kurz und somit brilliert Bella Thorne als Wesleys Ex Madison. Was daraus wird und ob Bianca es schafft, sich selbst und vielleicht auch ihr Glück zu finden, erfahrt ihr, wenn ihr den Film anschaut.

Meine Meinung: Und genau das ist es, was dieser Film aussagt. Während er mit etlichen Klischees spielt und man als Zuschauer, der das Pubertätalter bereits verlassen hat, zunehmend feststellt, dass hier natürlich auch ein paar unrealistische Dinge aufkommen, enttäuscht der Film an keiner Stelle, denn der Humor kommt nicht zu kurz und es macht wunderbar Spaß für 97 Minuten wieder einmal in eine Highschool einzutauchen und darauf zu hoffen, dass die bösen zicken ihr Fett weg kriegen und am Ende alles gut wird. Denn haben wir nicht alle schon einmal das Gefühl gehabt, dass irgendwie alle toller, hübscher und beliebter sind als wir? Besonders spannend fand ich auch das aktuelle Thema der sozialen Medien in Schulen und überhaupt im Alltag, das im Nachhinein doch auch (mal wieder) zum Nachdenken angeregt hat. Noch dazu hab ich viel gelacht, die modernen und unterhaltsamen Dialoge und witzige Nebencharaktere im Film sehr gemocht.
Romanvorlage: Die Romanvorlage zum Film namens "Von wegen Liebe" ist von Kody Keplinger (2011, deutsch 2014) und liegt zum Lesen auf meinem Sofatisch bereit. Wie so oft habe ich nun, auch nachdem ich den Film sah, riesige Lust das Buch zu lesen. Das bestätigt, mal wieder, meine These, dass es gar nicht zwingend notwendig ist, erst das Buch zu lesen, sondern das es auch andersrum eine gute Ergänzung zu einem Film sein kann, hinterher das Buch zu lesen. Wie seht ihr das? Ich spreche besonders bei Dytopien der letzten Jahre von Erfahrung, denn sowohl von "Die Tribute von Panem" als auch "Die Bestimmung" habe ich zuerst mindestens einen Film gesehen und anschließend das Buch gelesen und es kein bisschen bereut.
Wie seht ihr das Thema "DUFF"? Gibt es das wirklich? Allgemein wurden meine Erwartungen, die recht niedrig waren, somit weit übertroffen und ich empfehle den Film allen, die gern Highschool-Filme schauen und Lust auf eine quirlige Komödie mit toller Protagonistin haben. 

Länge: 97 Minuten FSK: 12 Jahre
Für alle, die genau so synchroverrückt sind wie ich und immer auf Stimmen achten, hier noch die Synchronsprecher: Mae Whitman wird gesprochen von Marie-Luise Schramm und Robbie Amen von Bastian Sierich. 
2 Kommentare
  1. Ich habe den Film erst letztens gesehen, weil ich Lust auf eine Highschool Komödie hatte. Obwohl der Film mit vielen Klischees arbeitet, ist er doch sehr angenehm gewesen. Das er auf einem Buch basiert, wusste ich gar nicht.
    Generell lese ich übrigens lieber erst die Bücher und schaue mir dann die Filme an. Bei Twilight habe ich es aber zum Beispiel auch anders herum gemacht (zumindest beim ersten Teil). Da kann das Buch auch eine gute Ergänzung sein. Aber es bedarf - zumindest für mich - schon wesentlich mehr Motivation das Buch anzufangen, nachdem man den Film gesehen hat.
    Liebe Grüße :)

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  2. The Duff will ich auch noch schauen, war ja in den Usa einer dieser großen Überraschungserfolge und wurde gernell sehr für seinen Humor gelobt und da ich gerne mal nen Teeniefilm schaue, steht der noch auf meine Must-See-Liste. Man kann sich einfach mit der Thematik identifizieren, denn wie du schon sagtest geht es jedem so, dass man denkt alle wären hübscher, besser, erfolgreicher als man selbst.
    Den Cast finde ich ja auch sehr interessant, vor allem Robbie Amell mag ich seit seiner Rolle in The Tommorow People sehr, die Serie wurde auch einfach viel zu früh abgesetzt, denn sie war wirklich klasse.

    Was Bücher anbelangt lese ich diese meistens eigentlich vor den Kinostarts, aber gerade bei Distopien mache ich es mit Absicht immer andersherum, da ich durch den Film herausfinde, ob das Thema wirklich meines ist. Dann greife ich auch bei den Büchern nicht daneben. Mag es nämlich immer nicht wenn in Jugendfantasy Büchern, die Hauptstoryline von einer Liebesgeschichte zu sehr überschattet wird. Sowas findet man durch die Filme eigentlich immer ganz gut heraus.

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