01 Dezember 2016

Es ist unglaublich, aber der November ist schon wieder vorbei. Somit neigt sich das Jahr 2016 eindeutig dem Ende zu und ich blicke diesen Monat mal wieder  mit euch gemeinsam zurück. Fototechnisch ist der Monat November sehr kurz gekommen, aber ein paar Highlights zeige ich euch heute.
Der Monat begannmit einer Einladung zum Kürbissuppenessen und Cocktailtrinken. Meine Oma war bei uns zu Besuch und wir verbrachten einen schönen Abend. Es ist nicht so, dass wir uns nicht fast täglich sehen, aber meist sind wir doch bei ihr. Bei einem gemeinsamen Parkspaziergang mit unserem Lieblingsnachbarn M. lernten wir eine riesige Schaukel kennen, die mitten an einem Baum im Park hängt - und ich wette, wenn man sich gut genug anstrengt, kann man fast bis zum Himmel schaukeln. Bei schönem Wetter versuche ich so oft wie möglich zur Schaukel zu laufen und einfach mal ein paar Minuten Kind zu sein. Ein absoluter Geheimtipp in direkter Nachbarschaft - einfach toll.
An einem Sonntag in diesem Monat ging es zu unserer ersten (vielleicht auch letzten) Hochzeitsmesse. Da stehen alle möglichen Dienstleister, die irgendwas mit Heiraten zu tun haben und versuchen Kunden zu gewinnen. Ich mag so Verkaufssituationen immer nicht so gerne, insbesondere nicht, wenn die Leute zu aufdringlich sind, aber durch die Messe haben wir tatsächlich "unsere" Fotografin kennengelernt, die wir dann ein paar Tage später abends auf ein Getränk trafen und mit ihr alle Details besprachen - daraufhin unterschrieben wir den Vertrag und haben die Fotografin gefunden, die unseren Tag begleiten wird. Irre. Außerdem standen Geburtstage an, ich habe kurzerhand einen Adventskalender gebastelt und den haben wir I. zum Geburtstag geschenkt. Nun geht heute das große Auspacken jeden Morgen los, ich freue mich so. Außerdem lud Oma zum großen Familienfrühstück ein, da wurde geschlemmt. Das Bild auf der rechten Seite lässt es erahnen, wie lecker es war! Außerdem gab es Ende des Monats ein Gänseessen ebenfalls mit der Familie. Oma hatte auch hier geladen und sich selbst übertroffen. Ich bewundere nicht nur, wie gut sie kocht, sondern auch, wie sie es mit 75 Jahren ein komplettes Essen inklusive Vor- und Nachspeise für 10 Personen allein auf die Beine zu stellen. Wenn es mir mit 75 so geht, dann ist alles in bester Ordnung.
Die Vorbereitungen gingen weiter. Die Location, die wir nach langer Suche und vielen Absagen fanden, lud uns zur Weinprobe ein. Gesagt - getan. Und neben dem Essen und Trinken, das wir bereits komplett ausgesucht haben, konnten wir alle wichtigen und weniger wichtigen Fragen loswerden. Ich habe für dieses Jahr nun fast alles abgeschlossen, was ich mir vorgenommen habe, um entspannt in das neue Jahr zu starten. Es läuft wirklich sehr gut, gerade wenn man bedenkt, dass es noch sehr viele Monate sind, bis es so weit ist. So richtig glauben kann ich das aber noch immer nicht. Ein Besuch von der liebsten R. stand an und wir verbrachten einen leckeren Abend bei F. und machten einen Spieleabend, auch das war ein sehr schöner Tag des Monats. Ich merke immer mehr, dass Zeit mit Menschen, die mir wichtig sind, das allerwichtigste für mich ist. Nachdem wir am Montag (28.11.) unsere liebe Nachbarin I. zum 30. Geburtstag überrascht haben, ging es am letzten Tag des Monats noch an die weitere Vorbereitung der Adventspost, die ich unbedingt noch fertig machen möchte. Dabei macht mir das selbst-Karten-basteln am meisten Spaß.
Hallo Gelesen habe ich diesen Monat leider gar nichts - und das, obwohl ich es in den vier Monaten davor (Juli-Oktober) insgesamt 20 Bücher gelesen habe. Ich denke, dass ich im Dezember noch was schaffe, aber trotzdem bin ich mit 26 gelesenen Büchern in diesem Jahr bisher schon recht zufrieden. Hier könnt ihr sehen, was ich dieses Jahr bisher so las und wie ich es fand. Das bietet auch mir immer wieder die Möglichkeit einen Überblick zu behalten, denn leider vergesse ich manchmal sehr schnell, was ich wann gelesen habe. Aktuell habe ich den neuen Fitzek "Das Paket" liegen, bin noch ganz am Anfang, aber ich spüre schon, dass es ein 'typischer Fitzek' werden und beinhalten könnte, was ich in den letzten Büchern von ihm ein wenig vermisste.
Das Internet und meine liebsten Seiten kamen im Monat November auch ein bisschen zu kurz. aber ein paar kleine Schönheiten an Artikeln, die mir Freude gemacht haben, möchte ich euch zeigen.

Meine liebe Freundin Frau Heldin spricht hier über Erfahrungen und was sie im Inneren mit einem anrichten. Ich liebe, liebe, liebe Gedankentexte von ihr.
Wie ihr wisst, lese ich seit einigen Jahren den Blog magnoliaelectric der lieben Stef. Ihre alljährlichen Geschenk- und Wunschlisteninspirationen zu Weihnachten haben mir schon so manches Mal einen oder zwei oder drei Wünsche auf meinen Wunschzettel gezaubert.
Eine absolute Neuentdeckung für mich ist der Blog Braunschweigliebe, auf dem Anna über meine bzw. unsere Heimatstadt schreibt. Es ist total schön zu sehen und zu lesen, dass andere 'meine' Stadt genau so sehr mögen, wie ich und lustigerweise hat auch Anna die Parkschaukel, von der ich euch weiter oben berichte, entdeckt.
May vom Blog Mayanamo bezaubert mich immer wieder mit ihren tollen Bildern und Texten. Schaut unbedingt mal bei ihr vorbei.

Der Dezember ist so ein ruhiger Monat - jedenfalls stelle ich es mir jedes Jahr wieder so vor. In der Realität ist der Dezmeber meist ein sehr voller Monat, in dem man von einer Verabredung zum Weihnachtsmarkt, zum Familiengänseessen, zu Weihnachtsfeiern geht und zwischendrin versuche ich meistens alle Geschenke zu planen und unter einen Hut zu bekommen. So habe ich auch dieses Jahr für den Dezember schon sehr viel vor. Meine Highlights sind ein kurzter Städtetrip mit meiner lieben Freundin Bella, ein Termin zum Ringe anschauen *wuhuhuhuhu*, drei Familiengeburtstage; ein Urlaub, der vor der Tür steht und zwischendurch viel Zeit (in live, in Chat oder per Sykpe) mit Menschen, die ich sehr gern mag. Im Büro wird es langsam ruhiger, die Klausurenphase im Januar steht vor der Tür und viele Vorbereitungen wollen getroffen werden - alles in allem hoffe ich auf ein bisschen Ruhe, Gemütlich- und Besinnlichkeit Zuhause, schöne Momente und viel viel gutem Essen.
Euch einen wundervollen Start in den neuen Monat - schon fast ist das Jahr wieder um, unglaublich.
Eure Clara

30 November 2016

Die Weihnachtsschmiede 2016

Ihr Lieben, in diesem Jahr bin ich Teil einer tollen Adventskalender-Bloggeraktion, auf die ich euch unbedingt aufmerksam machen möchte. Seit Ende November nimmt jeden Tag ein Blog teil und postet einen Beitrag. Schaut auf jeden Fall vorbei! Ich distanziere mich hiermit von sämtlichen Beiträgen anderer BloggerInnen, diese spielen nicht unbedingt meine eigene Meinung wider, jeder ist für seinen Eintrag selbst verantwortlich.
Ich freue mich total auf die Artikel "meiner" Mädels, deren Blogs ich sowieso lese und auch darauf, viele neue Blogs und Menschen dahinter ein bisschen kennenzulernen. (: Schaut unbedingt mal rein.

28 Oktober 2016

Das #buchliebenetz über Autorenliebe

Image Map Mit kurzer Verspätung aufrgrund beruflicher Turbulenzen, komme ich heute endlich dazu, euch die zweite Aktion des #buchliebenetz zu präsentieren. Was das ist? Ein Zusammenschluss aus einigen anderen (Buch-) Bloggern und mir, die Bücher lieben und diese Liebe in gemeinsamen Aktion zusammen zelebrieren.
Im heutigen Thema geht es um unsere Lieblingsautoren und ein paar Fragen, die wir alle für euch beantworten. 

Wie wurdest du auf deinen Lieblingsautoren aufmerksam?
Ui, gleich zum Anfang eine Frage, über die ich nachdenken muss. Es war eine Art Zufallsfund, wir haben mal im Urlaub 'Der Seelenbrecher' gekauft und verschlungen. Das ist auch bis heute das Buch, das mir mit am meisten in Erinnerung geblieben ist. Noch dazu wurde es in unserem kleinen Theater mal als Stück aufgeführt, was richtig super war!
Warum gefallen dir die Bücher/der Schreibstil so gut? 
Fitzek schafft es oft mich in Geschehen zu ziehen, wie kein anderer! Besonders liebe ich seine Figuren. Bei den meisten Büchern von ihm ist es so, dass ich das Buch aufschlage, den Prolog lese und sofort im Buch drin bin und das passiert mir nur bei ganz wenigen Autoren. Ich habe schon sehr viele Thrillerautoren ausprobiert und ihre Bücher gelesen und oftmals kann ich schon nach der ersten Hälfte des Buches die Zusammenhänge durchschauen und habe mich dann oft gelangweilt. Bei Fitzek war es immer so, dass ich mir versucht habe, das Abwegigste vorzustellen, das passieren könnte und selbst das hat Fitzek noch getoppt - genau aus diesem Grund wollte ich immer mehr von ihm lesen!
Seit wann liest du die Bücher von diesem Autoren? 
"Der Seelenbrecher" habe ich 2008 entdeckt, da gab es das erste Buch 'Die Therapie' schon zwei Jahre. Nachdem wir aus dem Urlaub kamen, haben wir zufällig im Regal Zuhause "Die Therapie" gefunden und auch das sofort gelesen. Übrigens auch eines meiner liebsten Fitzeks. 

Welche Bücher hast du bereits von ihm gelesen?
 Ich habe von 13 Büchern, die von ihm erschienen sind (Pseudonym und Sachbücher ausgenommen) 11 Bücher gelesen. Insbesondere die ersten sieben etwa gefallen mir heute noch immer am besten.

Welche Bücher möchtest du unbedingt noch von ihm lesen? 
Es gibt zwei Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, das ist das 'Joshua-Profil' (dazu gehört das unter Pseudonym Max Rhode erschienene 'Die Blutschule') - und außerdem ist vor ein paar Tagen 'Das Paket' erschienen, da habe ich gestern Abend den Prolog gelesen, der mich sofort wieder, wie es nur Fitzek schafft, ins Buch gezogen hat. Das hat mich besonders gefreut, da das besonders in den letzten, die ich von ihm las, leider nicht der Fall war. Aber dazu später mehr. 

Hast du deinen Lieblingsautoren schon einmal getroffen? Wie war das? 
Ich habe von ihm schon zwei Lesungen besucht, einmal in einem kleinen Theater bei uns in der Stadt zu "Der Augenjäger" und das andere Mal war zu 'Noah'. Letzteres wurde mit einer  Musikinszenierung durch Band kombiniert - diese Lesung war super inszeniert, super authentisch zugleich und einfach richtig toll. Persönlich mit ihm gesprochen habe ich aber nicht. Auch wenn man die Möglichkeit hat, sich ein Buch signieren zu lassen, ich wüsste gar nicht, was ich ihm sagen sollte. Was ich aber mal gemacht habe, war, ihm eine lange Mail zu schreiben, da er auch in seinen Danksagungen (die ich übrigens absolut großartig finde!!) immer erwähnt, man solle ihm Mails schreibe, die er dann auch beantworten würde - und so war es auch. Keine zwei Wochen später hatte ich eine Antwort und aus dieser Mail hat sich für mich persönlich viel Motivation ergeben. 

Gab es unter den Büchern des Autoren auch mal eine Enttäuschung für dich? Wenn ja, wieso?
Leider gab es das, ja. Wie ich schon anfangs erwähnte, ziehen mich besonders seine frühen Bücher in seinen Bann. Ich kann gar nicht genau beschreiben, wieso das so ist. Hätte ich Bücher wie 'Passagier 23', in dem es um eine Kreuzfahrt geht, auf der immer wieder Menschen verschwinden, als erstes Buch gelesen, hätte ich sicher nicht so eine große Leidenschaft für seine Bücher entwickelt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass man da dann eben doch merkt, wenn jedes Jahr ein neues Buch erscheinen muss. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich gestern in 'Das Paket' reinlas und wieder dieses 'alte Gefühl' hatte. 

Ihr Lieben, mögt ihr Thriller und kennt ihr Sebastian Fitzek? Wenn nein, lesen, lesen, lesen! Könnte  ich ihn noch einmal "neu entdecken", würde ich mit 'Die Therapie' oder 'Der Seelenbrecher' starten. 
Was sind sonst eure Lieblingsautoren und was löst diese Leidenschaft aus?

Klickt auch über das Bild ganz oben im Post unbedingt auch bei den anderen lieben Frauen vorbei - genau das werde ich jetzt auch tun! Alles Liebe, eure Clara 

22 Oktober 2016

Warum ich nicht heirate. Und warum doch.

Schon immer war für mich klar, dass ich mal heiraten will. Ich habe ein wunderbares Beispiel Zuhause, eine Mama und einen Papa, die zusammen sind, seit sie 14 und 16 sind. Die lieben sich bis heute, haben letztes Jahr Silberhochzeit gefeiert und waren mir schon immer ein Vorbild. Ich wurde älter und sah lange nicht, dass mein größtes Glück ziemlich genau vor meinen Füßen liegt, dass ich dieses Glück manchmal mit Füßen getreten habe und es fast zerbrach, bis mir klar wurde, was ich möchte. Seit einigen Jahren habe ich keinen Zweifel mehr daran, dass die Liebe, die ich habe, die größte ist, die ich mir wünschen könnte und das ist, das ich festhalten möchte. Im Blick auf gemeinsame Freunde stelle ich fest: Sie haben die gleichen komischen Sorgen, die selben Streitgespräche wie wir und ähnliche Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft. Und das ist der Grund, wieso ich vor zwei Monaten "Ja" gesagt habe, zu dem Menschen, den ich schon so lange und so sehr liebe. Wir gehen seit fast zehn Jahren gemeinsam durchs Leben, seit viereinhalb Jahren fest und noch gar nicht so lange so richtig offiziell. Wir haben auch Zeiten von Zweifeln und Ängsten hinter uns, in denen niemand von uns wusste; Momente, in denen wir uns fragten, ob das alles überhautp klappt, ob wir allen Dingen, die uns bevorstehen werden, gewachsen sind. Und heute? Wir leben zusammen, wir haben glückliche und auch stressige Zeiten, wir teilen unser Glück und unser Pech, haben ein fantastisches soziales Netz, viele gemeinsame Pläne für die Zukunft und blicken in die gleiche Richtung. Und das ist der Grund, warum ich im Sommer des nächsten Jahres heirate.
Der Grund, warum ich nicht heirate ist die Rechtssprechung des Landes, in dem wir leben. Denn noch immer gibt es einen Unterschied zwischen "Heirat" und einer "eingetragenen Lebens-partnerschaft", den man in einigen Dingen besonders merkt. Besonders die fehlende Verankerung im Grundgesetz, es gibt also keinen verfassungsrechtlichen Schutz, denn ohne diesen könnte im schlimmsten Fall irgendwann entschieden werden, dass es "das jezt nicht mehr gibt" und dann wäre das im Gegensatz zur Ehe eben nicht mehr möglich. Ein weiterer Punkt ist das eingeschränkte Adoptionsrecht. Für gleichgeschlechtliche Paare ist es nahezu unmöglich gemeinsam ein Kind zu adoptieren. Es wäre möglich, dass man sich als "Einzelperson" zu einer Adoption bewirbt, die Chancen da sind aber eher gering. Wenn man adoptiert, können allerdings auch beide Eltern sein, auch hier geht die Adoption aber auch, wie im Fall, den ich euch gleich erkläre, nur nacheinander. Wenn nämlich eine von uns durch eine von etlichen Möglichkeiten, schwanger wird, muss außerdem die andere erst nach der Geburt des Kindes die "Stiefkindadoption" beantragen. Im Gegensatz zu heterosexuellen Paaren, die vor der Geburt die Vaterschaft eintragen lassen können, ist das hier nicht möglich, die Adoption findet nach der Geburt statt und kann bis zu einem Jahr dauern. Auch hier wieder das Szenario: Im Falle des Todes der leiblichen Mutter hat die (vorsicht, ein komisches Wort folgt) Co-Mutter, also die, die das Kind nicht ausgetragen ist, erstmal offiziell keine Rechte. Im Grunde genommen ist alles furchtbar kompliziert und leider heute noch immer nicht als "normal" angesehen.

Alles in allem möchten wir diesen Schritt jetzt gehen, obwohl wir lange davon sprachen, dass es am schönsten wäre es erst zu tun, wenn die Gleichstellung zu 100% erreicht ist. Ich hoffe und kämpfe weiterhin mit vielen anderen tollen Menschen dafür, dass es irgendwann soweit ist und bis dahin?

Denn das ist so so so viel, das zählt!
Ein paar Fakten zur eingetragenen Lebensparnerschaft gibt es hier nochmal zum Nachlesen.
Was ist neu für euch? Was sind eure Gedanken?
Alles alles Liebe, eure Clara

19 Oktober 2016

So geht Liebe von Katie Cotugno

Quelle: randomhouse.de

Es ist Buchmessezeit! Und ich habe in den letzten zwei Monaten trotz Arbeit so viel gelesen, dass es jetzt endlich Zeit für eine neue Rezension wird. Schon in der ersten Auflage als gebundenes Buch ist mir das Buch "So geht Liebe" von Katie Cotugno ins Auge gestochen. Damals hatte ich allerdings so viel zu Lesen, dasses vorerst nicht auf meinem SuB landete und ich es aus den Augen verlor. Mitte des Jahres gab es dann eine Verlagsmail vom Heyne Verlag und ich hatte die Gelegenheit ein Rezensions-exemplar zu erhalten. Dementsprechend las ich es dann im September.

Worum geht es da denn eigentlich?
Die heute 19-jährige Reena war vor zwei Jahren mit Sawyer zusammen, einem Jungen, für den sie schon lange geschwärmt hat. Damals ist er ohne ein weiteres Wort verschwunden und hat Reena zurück gelassen, schwanger. Zwei Jahre später, jetzt mit 19 und Mutter einer zweijährigen Tochter trifft Reena Sawyer wieder. Was hat dazu geführt, dass er verschwand? Haben die beiden vielleicht noch eine Chance?

Meine Bewertung
Der Schreibstil von Katie Cotugno war für mich zeitweilig etwas schwierig. Als Leserin wechsle ich die Perspektiven zwischen heute und vor zwei Jahren und musste mich beim Lesen oft fragen, ob ich mich jetzt in der Gegenwart oder Vergangenheit befinde. Deshalb gibt es auch einen halben Stern Abzug.Ansonsten war ich sehr schnell in der Geschichte gefangen, das Buch beginnt direkt so sehr in der Handlung, dass ich mich fragte, ob es ein Fortsetzungsband sei, ist es aber nicht und dieser lebhafte Einstieg erleichterte mir das Lesen sehr!

Insgesamt eine gute Story über Liebe, über Erwachsenwerden, über Verlassensein, Mut und Veränderungen. Insgesamt 4,5 von 5 Sterne.

10 Oktober 2016

"Was wächst da eigentlich für eine narzisstische Generation heran?"

Seit ich etwa zwölf Jahre alt bin, nutze ich das Internet. Ich habe euch schon oft von diversen Seiten erzählt, von Homepages mit Seiten für meine Freunde, von denen ich heute einige noch und andere nicht mehr habe, von den Freunden, von den Seiten existiert keine mehr und das ist auch gut so. Ich eröffnete Foren und schrieb mit Bekannten und Unbekannten aus dem Internet über alle möglichen Themen, tauschte mich bis spät in die Nacht aus und das war die besondere Zeit, in der meine Internetliebe geprägt wurde, in der ich Freundschaften schloss, das Schreiben lieben lernte und schließlich kam für mich das Bloggen, irgendwann YouTube, wo ich von Zeit zu Zeit mal etwas veröffentlichte und auch die sozialen Netzwerke insbesondere Twitter (seit 2009) und später dann Instagram (seit 2012/13 etwa) und in einem Gespräch erst mit einer Kollegin und später beim Abendessen und Gin-Basil-Smash (yumyumyum) trinken mit einer meiner besten Freundinnen neulich, kamen mal wieder Gedanken auf, über die ich sehr gern mit euch spekulieren würde. Denn: Ihr alle nutzt das Internet mehr oder weniger und könnt mir bestimmt eure Erfahrungen und Gedanken dazu teilen. Aber erstmal: worum geht es hier überhaupt? Das hier wird ein ehrlicher Blick auf die Internetwelt und viel mehr noch auf mich selbst. 
Während ich das Internet täglich besuche und mein Leben wirklich ziemlich viel teile, jedenfalls empfinde ich das so, obwohl natürlich immer mehr geht und ich mich manchmal schon frage, ob das, was ich so teile, vielleicht schon zu viel ist - das alles ist bei meiner Kollegin und Freundin U. anders. Ich erzähle ihr von irgendwelchen YouTubevideos, dann sagt sie folgenden Satz, der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht: "Was wächst da eigentlich für eine narzisstische Generation heran?" - während es für U. vollkommen unverständlich ist, wieso Leute meinen sich selbst derart darstellen zu müssen und ihr eigenes Leben so ins Internet treten müssen, poste ich meine Gedanken und mein Leben, meine Pläne im Internet und teile diese mit oft fremden Leuten. Ich tausche mich aus über Gedanken aller Art, über Freude, teile mit über 250 Personen Neuigkeiten aus meinem Leben und und und. Ich habe mir im letzten Jahr selbst einen "Riegel" davor geschoben, indem ich meine Profile privatstellte, um wenigstens selbst entscheiden zu können, mit wem ich das teile und um vielmehr meine eigenen Gefühle von "Oha, die hat so viele Follower? Das will ich auch!" zu vermeiden. Denn das ist nicht das, was ich brauche, auch wenn ich es immer noch toll finde, wenn ich sehe, wie viele Leute man über Social Media erreichen kann, während es mir auf der anderen Seite auch Angst macht und machen würde. Ich habe einen Job, bei dem ich nach wie vor nicht weiß, wie viel meines Privatlebens ich preisgeben möchte. Während dieser Blog hier öffentluch ist, sind meine Social Media Kanäle privat und das ist für mich auch gut so. Und ich habe vor allem ewig gebraucht, um zu merken, dass mir der richtige Austausch mit wenigen Leuten viel wichtiger ist, als oberflächliche Kommentare, die geschrieben werden, um eigene Follower zu bekommen. Manchmal hab ich darüber nachgedacht, wenn es mir mit 20, 21, 22, 23, 24, 25 so geht, wie es dann mit 15/16-jährigen ist, dieses ganze Thema. 

Und gleichzeitig kamen mir nach dem Gespräch mit U. mehrere Gedanken in den Kopf. Zum einen ist es der, dass ich finde, dass sie recht hat. Menschen, die gar nichts wirklich besonders gut können, werden auf einmal gefeiert wie Stars, weil sie ihr ganzes (!) Leben in die Welt treten, keine Privatsphäre mehr haben und man beginnt eine Art "Interesse" aufzubauen für Leute, die man überhaupt nicht kennt, von denen man nur die meist besonders guten Seiten des Lebens sieht. Ich weiß wie Einrichtungen der Wohnungen aussieht und ich kenne aktuelle Geschehnisse in Leben von zig Leuten, die ich nie gesehen habe und einen Großteil von denen, niemals sehen werde. Ich selber teile viel. Ich tausche mich aus. Ich poste mein Essen. Meine Basteleien. Meinen Verlobungsring. Wieso macht man das? Und da sind wir schon beim zweiten Gedanken, über den ich am gleichen Abend dann beim Abendessen mit I. sprach. "Wieso machen wir das eigentlich?" und da schaute sie mich an und sagte, das sei nun wirklich eine gute Frage. Wir sprachen lange und einigten uns auf viele Punkte: Besonders Instagram ist nicht nur Zeitvertreib, sondern auch Inspiration für uns und noch dazu gibt es die Möglichkeit Menschen kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben. Ich persönlich habe über Accounts zu verschiedenen Themen schon viel mitgenommen und Posts gesehen und gelesen, die mir für mein eigenes Leben etwas mitgeben.
Wieso also mache ich das? Ich tausche mich mit Menschen, die ein bisschen weiter außenstehend über viele Themen aus, obwohl mir auch meine engsten Freundinnen da folgen, bekomme Anregungen, Denkansätze und besonders für meine Buchliebe hat mir Social Media schon sehr viel Freude und Lesestoff beschert. Ich selbst glaube, dass jeder, der etwas zu erzählen hat und Lust hat, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, das nutzen kann. Am meisten erhoffe ich mir selbst, dass ich mit meiner Geschichte und meinem Weg anderen Leuten zeigen kann, wie es eben auch geht und was das Leben für mich und damit vielleicht auch für sie bereithält. Dabei nehme ich aber genau so gerne an dem Leben der anderen Teil. Dieses Instagramding ist für mich in etwa damit zu vergleichen, dass ich mir eine kleine AirBnb-Unterkunft miete und in einem anderen Leben bin und einen Einblick darin bekomme, wie jemand lebt und das inspiriert mich sehr.

Riskant wird es dann, wenn man anfängt, sich zu vergleichen, sich unter Druck zu setzen, was andere alles erreichen, wie viel toller das ein oder andere Leben da zu sein scheint. Wenn es so weit ist, dann nehme ich mir persönlich eine kleine Auszeit, blättere durch eines meiner liebsten Sachbücher, das mir immer wieder Freude macht, nämlich "Ich bin dann  mal offline" von Christoph Koch und fokussiere auf das, was mein eigenes Leben und was mir wichtig ist. Ich mache mir klar, dass Social Media nicht unbedingt die Realität darstellt, denn das, was die Leute nicht sehen, sind Sorgen, die ich mit meinen engen Menschen teile; Gedanken, für die es im Internet für mich nur wenig Platz gibt, aber auch den räume ich mir manchmal ein, denn das Leben ist garantiert nicht (immer) perfekt. Diesen gewissen Abstand muss man glaube ich erst lernen und der ist so wichtig, denn wenn man sich mit Social Media beschäftigt, dann birgt das nun mal auch Gefahren, aber ich glaube nicht, dass ich Selbstverliebt bin, nur weil ich es mag, Leuten von mir und meinem Leben zu erzählen oder mich auszutauschen. Für mich gehört dieser "andere" Blick auf mich selbst dazu, der es mit sich bringt, mein Glück oder auch mal Unglück mit Menschen zu teilen, die mir in vielen Situationen helfen können, auch wenn sie eben nicht die Freundin sind, die ich mal eben auf einen Kaffee einlade. Und zu meinem Glück sind auch genau diese Freunde ein bisschen in "meinen" sozialen Medien dabei.

Trotzdem macht es mir Angst, wenn die 16-jährige Bekannte mir auf die Frage, was sie mal werden möchte, antwortet, dass ihr größter Traum ist ein "YouTube-Star" zu sein. Denn so weit hergeholt sind die Gedanken nicht, die die Jugend hat. Es wird heutzutage nach wie vor unterschätzt, was da für Arbeit hintersteckt und auch, was persönlich aufgegeben wird, wenn man von 0 auf 100 ein "Star" wird, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Alles in allem: Ich denke, dass Soziale Medien gewissenhaft genutzt den eigenen Blick erweitern können. Dafür muss ich mir keine Videos ansehen, wo Menschen in Schleim baden oder Pranks, die ich aber auch mal ganz unterhaltend finde, aber das ist es eben das "Fernsehen von heute" und an anderen Tagen ist dann wieder Platz für eine Doku mit dem Titel "Die Nordsee von oben", die dann eben auch richtig und wichtig ist. So wie im wahren Leben ist mir die bunte Mischung im Internet wichtig. Ich habe Menschen "getroffen", die mir so sehr helfen konnten, weil sie ähnliche Dinge erlebt und Interessen haben, die in die gleiche Richtung gehen. Es ist genau so wichtig, den Blick auf das wahre Leben zu richten, aber solange mich das Internet und die Sozialen Medien bereichern, bin ich darüber einfach erstmal glücklich.

Mich interessiert jetzt vor allem eure Meinung: Wie entscheidet ihr, was ihr im Internet teilt und was nicht? Was haltet ihr generell von der Nutzung von Sozialen Medien? Welche Gefahren seht ihr?
Ich freue mich so riesig über einen Austausch, möge er noch so klein sein. <3

Ich habe monatelang immer wieder an diesem Text gearbeitet und ziehe jetzt einen Schlussstrich und zeige ihn euch. Ich freue mich sehr auf eure Gedanken.
Von Herzen, eure Clara
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